Georg Paul Schwenke
Vita
1853
Am 20.3. in Langendembach (Thüringen) geboren
1865-1870
erster Unterricht in der Dorfschule, der Vater unterweist ihn in den alten Sprachen; danach Besuch des Gymnasiums in Eisenach
1870-1874
Studium der Theologie und Klassischen Philologie in Leipzig; Fortsetzung
des Studiums der Klassischen Philologie in Breslau und Jena
1874
Promotion zum Doktor der Philosophie in Jena über das Thema
De Ciceronis librorum de deorum natura fontibus graecis (1879 gedruckt)
1875
"außerordentlicher Hilfsarbeiter" an der Universitätsbibliothek Greifswald
Prüfung für das höhere Lehramt
1879
Kustos an der Landesbibliothek Kiel
1887
Unterbibliothekar an der Universitätsbibliothek Göttingen
1893
Adressbuch der Deutschen Bibliotheken (10. Beiheft des Zentralblatts für Bibliothekswesen)
1893-1899
Leiter der Universitätsbibliothek in Königsberg
1895
fordert er die Einrichtung eines Gesamtregisters aller in Bibliotheken mit historischen Buchbeständen durchgeriebenen Einbandstempel
1898
Vortrag auf der 44. Philologenversammlung zu Dresden Zur Erforschung der deutschen Bucheinbände des 15. und 16. Jahrhunderts
Versuch eine zentrale Sammelstelle von Durchreibungen von Einbänden und deren Werkzeugen am Germanischen Museum in Nürnberg einzurichten
1899
Direktor der Druckschriftenabteilung an der Königliche Bibliothek zu Berlin
Mitbegründer und erster Vorsitzender des "Vereins Deutscher Bibliothekare"
1900 ff.
druckgeschichtliche Arbeiten zu den Anfängen des Buchdrucks und der Gutenbergfrage
1902 ff.
Jahrbuch der Deutschen Bibliotheken
1903-1914
Planung des Neubaus Unter den Linden maßgeblich Schwenkes Werk
1904-1921
Herausgeber des Zentralblatts für Bibliothekswesen
1906
Erster Direktor der Königlichen Bibliothek zu Berlin, in dieser Position war Schwenke "als Techniker" neben Karl Gustav Adolf v. Harnack für den inneren Bibliotheksbetrieb arbeitsteilig zuständig
1908
Der Neubau der Königlichen Bibliothek zu Berlin. In: Zentralblatt für Bibliothekswesen 25, 1908, S. 262-263
1912
USA-Reise (Osten u. Mittelwesten der Vereinigten Staaten)
1913
Die zweiundvierzigzeilige Gutenberg-Bibel. Nach dem Pergament-Exemplars der Kgl. Bibliothek zu Berlin und dem der Ständ. Landesbibliothek in Fulda. Bd. 1: Faks.-Ausg. (d. Ausg. Mainz 1543-55). Leipzig: Insel-Verlag, 1913
1914
Die zweiundvierzigzeilige Gutenberg-Bibel. Nach dem Pergament-Exemplars der Kgl. Bibliothek zu Berlin und dem der Ständ. Landesbibliothek in Fulda. Bd. 2 Faks.-Ausg. (d. Ausg. Mainz 1543-55). Leipzig: Insel –Verlag,1914
Die Einweihung der neuen Königlichen Bibliothek zu Berlin. In: Zentralblatt für Bibliothekswesen 31, 1914, S. 147-162
1919
Die Buchbinder mit dem Lautenspieler und dem Knoten. In: Wiegendrucke und Handschriften. Festgabe Konrad Haebler zum 60. Geburtstag. Leipzig: Hiersemann, 1919, S. 122?144
1921
Die Bibliothek als Ganzes: In: Fünfzehn Jahre Königliche und Staatsbibliothek. Dem scheidenden Generaldirektor Adolf von Harnack zum 31. März 1921 überreicht von den wissenschaftlichen Beamten der Preußische Staatsbibliothek. Berlin: Preußische Staatsbibliothek, 1921,
S. 1-10
Mainzer Donatdrucke der Staatsbibliothek. Ebd., S. 31-36
Pensionierung (21.4.)
am 19.12. in Berlin gestorben
Literatur(in Auswahl):
- DEGERING, HERMANN: Paul Schwenke zum Gedächtnis. In: Zentralblatt für Bibliothekswesen 39, 1922, S. 1-24
- Paul Schwenke, Bibliothekar und Buchwissenschafter. Beiträge des Symposions in der Herzog August Bibliothek am 29. und 30. November 2004. Wiesbaden, 2005 (Bibliothek und Wissenschaft; 38) ; dort zu Leben und Werk Schwenkes u. a.:
- BOERNER-SCHWENKE, PETER: Paul Schwenke zwischen Amt und Zuhause, a. a. O., S. 5-28
- SCHOCHOW, WERNER: Paul Schwenke als Bibliothekar, Bibliothekspolitiker und Buchwissenschaftler, a. a. O., S. 207-220
- RABENAU, KONRAD VON: Paul Schwenkes Beitrag zur Methodik der Einbandforschung und seine Wirkung auf die Erforschung der deutschen Einbände des 15. und 16. Jahrhunderts, a. a. O., S. 99-141
- SILLER, SASCHA: Schriftenverzeichnis Paul Schwenke : chronologische Bibliographie der Schriften von Paul Schwenke / zusammengestellt von Sascha Siller, a. a. O., S. 151-173